Jörg Röll – mein Weg zum Atlasprof®

Letztlich führte mich ein Umweg über die Schulmedizin zur Atlaskorrektur nach Schümperli. Denn mir erzählte ein Zahnarzt – er war 2004 Dozent in einem von mir belegten Fortbildungsseminar – von den möglichen positiven Effekten auf die Gesundheit. Er hatte bei seinen Patienten vor und nach einer Atlaskorrektur Kiefertestungen durchgeführt, wobei sich nach einer Anwendung deutliche Verbesserungen in der jeweiligen Symptomatik zeigten. Für mich war das der Anstoß für die eigene Atlaskorrektur und schließlich auch für meine Ausbildung zum Atlasprof. Gesagt, getan: Ende 2004 begann ich, mit der Atlasprofilax-Methode nach Schümperli zu arbeiten – und tue es bis heute.  

Dem Zusammentreffen mit meinem damaligen Dozenten habe ich es zu verdanken, dass ich mich zu einer Atlaskorrektur entschloss. Mich hat die Schilderung seiner Erlebnisse mit der Methode so überzeugt, dass ich direkt nach dem Seminar einen Termin vereinbarte. Wenig später – an meinem Geburtstag – war es dann auch schon soweit. Obwohl ich nicht zu den Menschen gehörte, die starke Beschwerden hatten, überzeugten mich nach der Anwendung trotzdem viele positive Veränderungen: Beispielsweise konnte ich meinen Kopf viel besser drehen, er war einfach viel beweglicher. Das galt auch für meinen Gesamtzustand, ich fühlte mich insgesamt beweglicher, leichter und aufrechter. Ich konnte zum Beispiel nach der Atlaskorrektur wieder auf zwei Beinen stehen – und zwar gleichmäßig. Viele kennen das ja: Das eigene Körpergewicht wird nur auf ein Bein verlagert, einfach weil es bequemer ist – und das ist es in der Regel, weil mit der Ausrichtung, also der Statik, etwas nicht stimmt. Auch meine bei langem Stehen im unteren Rücken auftretenden Schmerzen traten nach der Atlaskorrektur nicht wieder auf. Es sind diese vielen kleinen Aspekte, die mich von der Methode überzeugten und die dafür sorgten, dass ich sie meinen Eltern weiterempfahl.

Besonders beeindruckend war die Entwicklung bei meinem Vater: Zum damaligen Zeitpunkt litt er unter seinem zweiten Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule. Ein OP-Termin war bereits festgelegt. Mein Vater entschied sich jedoch zunächst für die Atlasprofilax-Methode. Nach sechswöchigem Auf und Ab ging es ihm langsam besser. Seine Armtaubheit verschwand, die Kopfbeweglichkeit verbesserte sich und die Schmerzen ließen nach. Die OP sagte er daraufhin ab. Natürlich wollten die Ärzte prüfen, ob sich im Körper etwas verändert hatte, das die Verbesserung seines Zustands erklärte. Also wurde er noch einmal im MRT durchleuchtet. Das Ergebnis war eindeutig: Der Bandscheibenvorfall war rückläufig und auch nach Meinung der Ärzte eine Operation bei meinem Vater nicht mehr notwendig.

Mich selbst hat das Ganze so sehr beeindruckt, dass ich noch im Herbst 2004 eine Ausbildung zum Atlasprof absolvierte und mit Abschluss einer der ersten Atlasprofs in Deutschland wurde. Auch heute noch steht in meiner Praxis die Anwendung der Atlasprofilax-Methode im Fokus. Als Heilpraktiker biete ich meinen Patienten noch zusätzlich  ergänzende Behandlungen, wie z.B. osteopathische Techniken oder die LNB-Schmerztherapie nach Liebscher und Bracht, an. Für mich ist es so: Mit der Atlaskorrektur kann ich die gesunde Grundausrichtung des Körpers wiederherstellen, für eine bessere Haltung und Statik sorgen. Das ist aus meiner Sicht die Basis dafür, dass der ganze Körper besser funktionieren kann und auch dafür, dass andere bewährte Therapien besser und nachhaltiger wirken können. Wichtig ist dabei, dem Körper Zeit zu geben, sich Schritt für Schritt umzustellen. Auf dieses individuelle Tempo stimme ich alle weiteren Behandlungen in meiner Praxis ab.

Trotz all der positiven Erfahrungen weise ich meine Patienten auch immer auf darauf hin, dass ein richtig sitzender Atlas zwar viel bewegen kann, jedoch nicht der einzige Aspekt ist, der zum Gesundsein dazu gehört – denn jeder Mensch besitzt auch eine Eigenverantwortung für seine Gesundheit. Was nützt ein korrigierter Atlas, wenn man sich ungesund ernährt, keinen Sport treibt, unverarbeitete seelische Traumata mit sich herumträgt etc.? In meinen Beratungen thematisiere ich diese Eigenverantwortung, da sie für mich zu einer umfassenden Aufklärung dazu gehört. Klar, das funktioniert nur mit Individualterminen, sodass ich ausreichend Zeit für jeden Klienten haben kann. Und das spricht sich herum: Patienten kommen aufgrund privater Empfehlungen zu mir, aber auch therapeutische Weiterempfehlungen mehren sich, sowohl aus alternativ- als auch aus schulmedizinscher Richtung. Für mich schließt sich dort der Kreis, da ich ja selbst über einen Schulmediziner von der Atlaskorrektur gehört habe. Und ich wünsche mir, dass sich dieser Austausch in Zukunft verstärkt, so dass die Atlasprofilax-Methode noch mehr Patienten erreichen und sie auf ihrem Weg zu mehr Gesundheit unterstützen kann.