Körperfehlstatik und Skoliose

  • Atlasprofilax Deutschland - Atlasfehlstellung kann durch verschobene Körperstatik Skoliose begünstigen

Oft bewirkt eine Atlasfehlstellung auch eine Verlagerung der Kopfhaltung, dabei meist nach vorne (Anteroposition) und zu einer Seite hin (abhängig von der Fehlstellung des Atlas). Diese Schwerpunktverschiebung des Kopfes erfordert eine Anpassungsreaktion in der Gesamtkörperstatik, welche zu Fehl- und Überbelastungen in allen Körperbereichen führen kann. Dies ist unter anderem als Skoliose, Gesichts- und/oder Kieferfehlstellung, Schulterhochstand, Beckenverwringung oder Beckenschiefstand, Beinachsenverschiebung oder auch als Fußfehlstellung sichtbar. Betroffene nehmen dies oftmals selbst jedoch gar nicht bewusst wahr.

Körperliche Strukturen werden dadurch einer übermäßigen Druckbelastung und erhöhten Scherkräften ausgesetzt und so überlastet, wodurch z.B. die Gelenkknorpel, Bänder, Faszien, Sehnen, Menisken, Bandscheiben oder auch der Discus im Kiefergelenk zunehmend verschleißen können. Somit wird z.B. die Entstehung einer Arthrose oder anderer degenerativer Abnutzungserscheinungen wie Osteophyten an den Gelenken begünstigt. Aber auch ein myofasziales Schmerzsyndrom, ein Bandscheibenvorfall oder Knacken im Kiefergelenk können Zeichen einer Fehlbelastung durch eine Atlasfehlstellung sein – neben vielen weiteren haltungsbedingten Überlastungserscheinungen.

Aber auch Organe können unter der atlasbedingten Fehlstatik unter Spannung geraten bzw. eine Kompression erfahren. Bei einer leichten Fehlstatik geschieht dies vorrangig über fasziale Züge. Bei deutlicher ausgeprägten Fehlstellungen, wie z.B. einer Skoliose, kann es zu erheblich stärkeren räumlichen Beeinträchtigungen der Organe mit Funktionseinschränkungen kommen.

Der Körper wird durch den fehlgestellten Atlas zu einer Ausgleichsreaktion bzw. zu Kompensationen gezwungen, aus welcher man sich nur zu einem gewissen Grad durch gezielte Übungen und Therapie herausbewegen kann. Da jedoch das primäre Ziel des Körpers ist, seine wichtigsten Gefäße, Nerven und Organe frei zu halten und der Atlas hierbei eine zentrale Stellung einnimmt, kommt es häufig dazu, dass der fehlgestellte Atlas die soeben mühsam erarbeitete Bewegungsfreiheit recht schnell wieder einschränkt. Dies geschieht mit dem Ziel, die den Atlas umgebenden Strukturen zu entlasten. Eine mögliche Erklärung hierfür könnte das Vorhandensein der deutlich erhöhten Anzahl von Propriozeptoren (Stellungsrezeptoren) in der tiefen Nackenmuskulatur auf Höhe des Atlas sein. Dies äußert sich darin, dass man z.B. trotz regelmäßigen, jahrelangen Dehnens oder Kräftigens in einer Übung nicht weiter kommt oder sich sogar Muskelkrämpfe als Abwehrspannung einstellen, anstatt dass sich die Muskulatur geschmeidig löst.

Bei Kleinkindern mit einer Atlasfehlstellung sind dagegen häufig Lagerungsasymmetrien auffindbar. Hier kann man eine schiefe Lagerung des Kindes in unterschiedlichen Körperpositionen beobachten. Es wird auch von einem KISS-Syndrom (Kopfinduzierte Symmetriestörung) gesprochen, die wiederum eine KIDD zur Folge haben kann, was für „Kopfgelenksinduzierte Dyspraxie und Dysgnosie“ steht. Hier kommt es zu umfassenden Koordinations- und Entwicklungsstörungen u.a. der Fein- und Grobmotorik sowie Störungen in der Bewegungsplanung (Dyspraxie). Auch kann die Wiedergabe von gelernten Informationen kann gestört sein (Dysgnosie). Hintergrund: Der fehlgestellte Atlas übt einen Dauerdruck auf feinste Nerven und Gefäße aus, was zu erheblichen Fehlinformationen im Gehirn führen und die soeben genannten Beschwerden auslösen kann. 

 

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass eine Fehlstellung des Atlas der Beginn einer manifesten Fehlstatik des gesamten Körpers und die Korrektur dieser Fehlstellung wiederum die Möglichkeit eines entscheidenden Schrittes in Richtung Auflösung dieser Fehlstatik sein kann.

Unser Atlas: kleiner Wirbel, große Wirkung

Hier informieren wir Sie über den Wirkungszusammenhang von Atlasfehlstellungen und Krankheitssymptomen. Denn die Beschwerdebilder, die durch einen verschobenen Atlaswirbel entstehen können, sind vielfältig: Migräne, Tinnitus, Schulter-Nackenverspannungen uvm. In diesem Glossar finden Sie verschiedene Symptome, die durch eine Fehlstellung des Atlaswirbels ausgelöst werden können – inkl. einer Erläuterung, warum dies so ist. Dieses Glossar erweitern wir beständig für Sie. 

  • Atlasprofilax Deutschland - Position des Atlaswirbels